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Ein Herzensstück mit Unterbruch

Volles Haus für die Musikgesellschaft Wasen: Mit einem brillanten Jahreskonzert begeisterten wir von der Wase-Musig unter der Direktion von Marc Fuhrer einmal mehr unser Publikum. Das Konzert stand im Zeichen der zehnjährigen Zusammenarbeit mit Marc Fuhrer, aber ebenso im Zeichen des Doppelsiegs am Bernischen Kantonal-Musikfest in Thun 2019.

Unser Cornet-Register beim Solo-Stück «Blow the Trumpets».
Der Auftakt zum Jahreskonzert der Musikgesellschaft Wasen gehörte der Jugendmusik Wasen-Sumiswald.
Mehr zur jugendlichen Spielfreude …

Das Jahreskonzert gestalteten wir in diesem Jahr unter dem Titel «on Air», zu Deutsch «auf Sendung». Gleich zu Beginn liess Barbara Dubach, welche mit ihren Ansagen durchs Programm führte, ein altes Radio schnurren, wie es nur noch die älteren im Publikum aus früheren Zeiten kennen. Unser fulminanter Sound ertönte allerdings alles andere als verstaubt und liess das alte Requisit rasch vergessen.





Thun in der Reprise

Unter der Leitung von Marc Fuhrer haben wir ein sehr abwechslungsreiches Konzertprogramm geboten. Mit «Skyline» von Frank Gulino, einer energiegeladenen Konzert-Ouvertüre mit einem Strauss an Fanfaren, schwungvollen Melodien und klingenden Harmonien, eröffnete wir unser Programm. Als zweites Stück folgte bereits ein Höhepunkt, die «Slovenian Rhapsody» von Marco Nussbaumer. Es war das Aufgabenstück der
3. Klasse Harmonie vom Bernisch-Kantonal Musikfest in Thun 2019. Mit dem Vortrag dieses Stücks sowie mit dem Selbstwahlstück, der «Lepidoptera-Suite» von Cedric Fuhrer, erspielten wir «Wäselerinnen und Wäseler» uns den Sieg. Mit der Präsentation der «Slovenian Rhapsody» überzeugten wir nicht bloss in Thun, sondern begeisterten auch unser Publikum in der Turnhalle in Wasen.






Ein «Schuss» und fliegende Federn

Als weiteren Höhepunkt im Konzert bezeichnete Barbara Dubach das Stück «Caledonia» von Oliver Waespi. Hier führte unsere musikalische Reise nach Schottland und durch zahlreiche Facetten der schottischen Musik, die fröhlich-temperamentvolle wie auch ruhig-besinnliche Passagen vereinte. Am Konzert fehlten aber auch traditionelle Rhythmen wie Marsch und Polka nicht – für viele Zuhörende immer noch der Inbegriff eines guten Konzerts, ohne die es «gar nicht geht». Beim «Tango Surprise» waren neben den musikalischen Fähigkeiten bei einigen Musikanten auch noch schauspielerischen Talente gefragt. Ein lustige, überraschende «Surprise», die mit einem «Schuss» und fliegenden Federn endete. Das zehnköpfige Cornet-Register brillierte beim Stück «Blow the Trumpets».

Ein verdutzter Dirigent

Die weltberühmte Ballade «Music» von John Miles gehörte unserem Dirigenten Marc Fuhrer. Es war das erste Stück, das er vor zehn Jahren mit uns eingeübt hatte, als er die Direktion unseres Corps übernahm. Für unseren Dirigenten spielten wir Musikantinnen und Musikanten dieses Stück mit noch viel mehr Herz als wir es sonst schon tun. Umso grösser waren der Schreck und die Überraschung von Marc Fuhrer, als am Samstagabend nach den ersten paar Tönen zwei Konfetti-Bomben explodierten und sich eine Wolke von bunten Schnipseln über die Wase-Musig ausbreitete – nochmals eine «Surprise», aber diesmal für den verdutzten Dirigenten.

10 Jahre Marc

Der Präsident Beat Mathys und die Sekretärin Franziska Dubach haben Marc nicht lange zappeln lassen. Sie blickten auf die vergangenen zehn Jahre und auf eine schöne, fruchtbare Zusammenarbeit und Kameradschaft zurück, in welcher Marc Fuhrer uns Wase-Musikantinnen und -musikanten bis hin zum bisher grössten Höhepunkt am Bernischen Kantonal-Musikfest in Thun geführt hat. Jährlich nimmt er bis zu 80 Mal den Weg vom seeländischen Kappelen nach Wasen unter die Räder, um mit uns zu proben und uns mit grosser Kompetenz durch kleinere und grössere Herausforderungen zu führen. Der tosende Beifall bewies, welch’ grosse Sympathie Marc Fuhrer mit seiner Wase-Musig geniesst.

Klar, dass daraufhin das Musikcorps sein Herzensstück, «Music», mit noch viel grösseren Emotionen spielte, allen vorab Kathrin Rösch mit dem ergreifenden Saxophon-Solo.

Vor einmal vollem, einmal übervollem und einmal fast vollem Haus bewiesen wir eindrücklich, was wir musikalisch und als Gastgeberin draufhaben. Es war ein grossartiges Erlebnis für das Publikum, aber auch für uns Akteure.

Text: Elisabeth Uecker/Liselotte Jost
Bilder: Hanspeter Bossard

Impressionen

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