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Luca Belz’ erfolgreiche Premiere

Wase-Musig und Luca Belz auf der Bühne vor vollen Rängen

Die Wase-Musig durfte ihre drei Jahreskonzerte auch in diesem Jahr vor begeistertem Publikum in einer vollen Halle spielen.
©Hanspeter Bossard

Unter der Direktion von Luca Belz erfüllte die Musikgesellschaft Wasen an ihren drei Jahreskonzerten einmal mehr alle hohen Erwartungen des Publikums. Wie gewohnt wurden die Gäste mit anspruchsvoller Musik verwöhnt – so wie es die «Wase-Musig» im Vorfeld versprochen hatte: Grosses Kino für die Ohren.

Wo vor einem Jahr mit dem Abschied vom damaligen Dirigenten Marc Fuhrer Tränen flossen, herrschten am vergangenen Wochenende frohe Stimmung und mitreissende Klänge: Die Musikgesellschaft Wasen hat auch mit dem neuen Dirigenten Luca Belz auf hohem Niveau «die Kurve gekriegt».

Erfolgreiche Bewährungsprobe

«Dies ist alles andere als selbstverständlich, und wir sind sehr dankbar, nach Marc Fuhrer wiederum mit einer Koryphäe, jetzt unter der Leitung von Luca Belz, spielen zu dürfen», sagte Vereinspräsident Beat Mathys vor dem begeisterten Publikum. Dieses hatte sich fast zwei Stunden lang von der geglückten neuen Zusammenarbeit überzeugen können.

Luca Belz beim Dirigieren
Dirigent Luca Belz hat seine Feuertaufe an den Jahreskonzerten der Wase-Musig mit Bravour gemeistert.

Die Wase-Musig hatte anfangs des letzten Jahres genug Geduld, mit der Wahl eines Dirigenten zuzuwarten, bis alle Beteiligten vom erfolgreichen Zusammenspiel überzeugt waren. Im Frühjahr nahm Luca Belz seine Arbeit als Projektdirigent unter bester Voraussetzung bei uns auf: Er hatte die MG Wasen nämlich «schon längere Zeit auf dem Radar», wie unser Mitglied Klaus Zehnder, der durch das Programm führte, preisgab.

Klaus Zehnder am Mikrofon
Ansager und Musikant Klaus Zehnder führte gewohnt humorvoll und gekonnt durchs Programm.

Nach wenigen Monaten hatte sich Luca Belz definitiv in der grossen Musikfamilie eingelebt. Die Mitglieder wählten ihren neuen Dirigenten an der ausserordentlichen Hauptversammlung mit begeisterter Einstimmigkeit.

Top Arbeit von Janick Zappa

Zum Auftakt des Konzerts gehörte die Bühne der Jugendmusik Wasen-Sumiswald unter der Leitung von Janick Zappa. Die Jugendlichen vermittelten mit ihrem Spiel eine erste Ahnung, welch’ musikalische Qualität das Publikum am Konzertabend erwarten wird. Begeisterung, Freude, Können und mitreissende Stücke nahmen die Gäste von Anfang an gefangen.

Jugendmusik Wasen-Sumiswald mit Dirigent beim Auftritt
Die jungen Musikerinnen und Musiker begeisterten das Publikum mit ihrem ungezwungenen Spiel und überzeugten durch ihr bereits beachtliches Können.

Janick Zappa leistet unglaubliche Arbeit mit seinen musikalischen Schützlingen, weiss mit Freude, Spass, musikalischer Disziplin und hervorragender Pädagogik das Maximum aus ihnen herauszulocken. Er gibt ihnen Unbezahlbares mit auf ihren Weg: Die Liebe zur Musik, Durchhaltewillen, aber auch Selbstbewusstsein. Denn aufgrund der Besetzung werden alle unter ihnen kleine Solisten, die dereinst beste Voraussetzungen haben werden, es auch auf der «grossen» Bühne zu sein.

Janick Zappa mit offenen Mund beim Dirigieren
Janick Zappa gibt seinen jungen Musizierenden Unbezahlbares mit auf den Weg: Die Liebe zur Musik, Durchhaltewillen, aber auch Selbstbewusstsein.

Drei von ihnen hatten sich am Wochenende auch schon erfolgreich unter die Musikgesellschaft Wasen gemischt: Leonie Finger, Luca Oppliger und Timon Eggimann. Die Arbeit von Janick Zappa und dem für die Jugendmusik zuständigen Team, geleitet von Kathrin Rösch, ist eine essenzielle Basis für das erfolgreiche Weiterbestehen der Wase-Musig.

Kathrin Rösch am Mikrofon, im Hintergrund Jungmusikanten
Das Team rund um Kathrin Rösch ist zusammen mit Janick Zappa zuständig für die tolle Jugendarbeit im Verein.

Die Nase vorn

Diese setzte auch unter Luca Belz ein weiteres Ausrufezeichen für die Blasmusik. Dem überzeugenden Auftakt mit «To Dance Among The Stars» (Brian Balmages) folgte das mystische «Subterra» (Daniel Weinberger). Passagen des Schauderns folgten Harmonie und Lebhaftigkeit – ein musikalisches Ebenbild des Geschehens im Bergbau mit ständiger Gefahr, einem Einsturz und der schlussendlich glücklichen Rettung eines verschütteten Bergarbeiters.

Die Wase-Musig kurz vor dem Konzert in Vollbesetzung auf der Bühne
Die Wase-Musig in Vollbesetzung auf der Bühne beim Einspielen vor dem Jahreskonzert.

Mit «Axis» (Naoya Wada) hatte die Musikgesellschaft im September bereits am Emmental March Contest in Oberburg geglänzt und sich den dritten Rang erspielt. Der Marsch gefiel auch in Wasen. «Pinocchio» (Alex Poelman), die musikalische Geschichte der kleinen Holzpuppe mit der langen Nase, bildete den Abschluss des ersten Konzertteils. Inzwischen hatte sich das Publikum davon überzeugt: Die Wase-Musig hat nach wie vor die Nase vorn …

Kino für die Ohren und den Gaumen

Im zweiten Konzertteil widmeten die Musikantinnen und Musikanten sich unter anderem Hans Zimmers Filmmusik zu Spirit, dem Wilden Mustang, und gaben Einblick ins unvergessliche Repertoire der früh verstorbenen Amy Winehouse. Langanhaltender Applaus forderte zwei Zugaben; dann war definitiv Schluss, und das glückliche Corps verliess die Bühne, um sich unter die Gäste in der vollbesetzten Turnhalle zu mischen.

Luca Belz beim Dirigieren mit konzentriertem Gesichtsausdruck

Das eingespielte Team der Festwirtschaft, und bei den Abend-Darbietungen dasjenige der Bar, sorgte bei allen Vorstellungen für das leibliche Wohl. Mit ihren gewohnt lüpfigen Klängen unterhielt am Samstagabend das Schwyzerörgeli-Trio «Aube einisch».

Beat Blaser und Niklaus Schütz mit Weinkartons
Spielen seit 50 Jahren in der Wase-Musig: Beat Blaser (l.) und Niklaus Schütz.

Wachsende Musikfamilie

Die Musikgesellschaft Wasen erfreut sich ständigen Wachstums und eines ungewöhnlichen Zusammenhalts. Junge kommen dazu und langjährige Mitglieder bleiben.

Musikantin mit Blumenstrauss
Barbara Flückiger musiziert bereits seit 35 Jahren.

So konnten letztes Jahr insgesamt fünf Veteraninnen und Veteranen für ihr langjähriges Engagement geehrt werden: An der Delegiertenversammlung des Bernischen Kantonal-Musikverbands 2025 in Burgdorf waren das Niklaus Schütz und Beat Blaser für sagenhafte 50 Jahre aktives Musizieren in der Wase-Musig und Barbara Flückiger für 35 Jahre.

zwei Musikantinnen mit Blumenstrauss
Beatrice Reist und Anita Diggelmann sind seit 30 Jahren als Musikantinnen aktiv.

Anita Diggelmann und Beatrice Reist waren bereits im Frühsommer am Emmentalischen Musiktag in Schüpbach für 30 Jahre geehrt worden. Präsident Beat Mathys stellte die fünf Treuen dem Publikum vor.

Beat Mathys mit Headset
Präsident Beat Mathys stellte die Veteraninnen und Veteranen vor und sorgte mit ein paar Anekdoten aus dem vergangenen Vereinsjahr für Lacher.

Nach einer Pause nimmt die Wase-Musig den Probenbetrieb Ende Februar bereits wieder auf, denn mit der Teilnahme am Eidgenössischen Musikfest 2026, am Freitag nach Auffahrt, hat sie grosse Pläne!

Text: Liselotte Jost
Bilder: Hanspeter Bossard